Neue Duschwanne revolutioniert das Energiesparen Drucken E-Mail
Mittwoch, den 16. November 2011 um 08:38 Uhr

Duschwanne JouliaMit einer völlig neuartigen Dusche will ein junges Schweizer Unternehmen das Duschen revolutionieren – und vor allem zum Energiesparen beitragen. Denn gerade beim Duschen wird nicht nur Wasser verbraucht, es kostet zudem viel Energie das Wasser auf eine angenehme Temperatur zu bringen. Ist es dagegen einmal erwärmt, fließt das heiße Wasser nach dem Duschen ungenutzt ab. An diesem Punkt setzt die neue Duschwanne „Joulia“ an, deren Entwicklung mehrere Jahre dauerte.

 

Die Idee stammt aus der Ideenschmiede Creaholic in Biel in der Schweiz. Der Trick: In die Duschtasse ist ein Wärmetauscher eingebaut. Er gewinnt die Wärme aus dem bereits verbrauchten Duschwasser zurück und wärmt damit das Frischwasser auf, bevor dieses wiederum als Warmwasser aus dem Duschkopf perlt. Dazu fließt das frische Wasser nicht direkt in die Mischbatterie, sondern nimmt einen kleinen Umweg über das Röhrensystem unterhalb der Duschtasse. Dort „treffen“ sich das kalte Frischwasser und das warme, gesammelte Abwasser, das seine Wärme an das Röhrensystem abgibt.

 

Große Energieeinsparung, kurze Amortisation

 

„Joulia“ soll über eine nur geringe Bauhöhe von 80 Millimetern verfügen, so dass sie sowohl bei Neubauten als auch bei Renovierungen eingesetzt werden kann. Außerdem soll laut Unternehmensangaben durch die Wanne der Energiebedarf beim Duschen um fast die Hälfte reduziert werden, was neben der Energieeinsparung auch eine kurze Amortisationszeit bedeute. Die Duschwanne ist weiterhin mit einem sogennanten „ShowerDeck“ ausgestattet, was den Boden bezeichnet, auf dem man während des Duschens steht. Dieser Bereich ist herausnehmbar und lässt sich zudem individuell gestalten. So kann sich „Joulia“ entweder vielen Stilen und Formen im Bad anpassen oder durch ihre eigenen Farbton Akzente setzen – ganz so, wie es gewünscht wird.

 

Geistiger Vater der Dusche ist der Maschinenbauingenieur Christoph Rusch. Seit 2007 beschäftigt er sich mit dem Thema Duschen. Bei Creaholic, wo er arbeitet, darf sich jeder Mitarbeitende 100 Stunden einer Idee widmen. Dann muss er die Inhaber von seiner Idee überzeugen. Zwischen 2007 und 2009 entstanden die ersten Prototypen, Patente wurden eingereicht.

 

Weltpremiere ist im Januar 2012

 

Der anfänglichen Überlegung, die Technologie zu verkaufen oder an andere Hersteller zu lizensieren, folgte der Entschluss, selbst ein Unternehmen zu gründen, „Joulia“ zu produzieren und zu verkaufen. Erste Duschtassen hat das junge Unternehmen bereits als Vorserie hergestellt. Die offizielle Weltpremiere läuft im Januar 2012 bei der Fachmesse „Swissbau“ in Basel. Noch im kommenden Jahr wollen die Schweizer mehr als 1000 Duschen produzieren. Dann soll es auch andere Maße für die Duschwanne geben (derzeit ist sie nur in 90 mal 90 Zentimetern produziert) sowie auch Lösungen für Badewannen. (fra)

 

Foto: Screenshot der Webseite

 

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 16. November 2011 um 14:50 Uhr